„So werden aus Partnerschaften Freundschaften“

Die Arosa ClassicCar feiert ihr 15. Jubiläum. Wie das historische Bergrennen zum „little Monaco der Berge“ wurde, welche Strategien es dafür gab und warum die heimische Bevölkerung voll mitzieht, darüber spricht Markus Markwalder, OK Präsident von Arosa ClassicCar im Interview.

Was war die größte Herausforderung, um dieses Image zu gewinnen?
Markwalder: Das erarbeitete Image basiert auf einem qualitativ hohen Angebot für Fahrer und Besucher. Und das über mehrere Jahre hinweg. Der Standard muss garantiert sein. Konstant müssen eine gut abgesicherte Strecke, eine strukturierte Organisation, reibungslose Abläufe sowie ein attraktives Teilnehmerfeld und ein tolles Rahmenprogramm sichergestellt sein.

Wie sieht der „typische“ Arosa ClassicCar-Teilnehmer aus?
Markwalder: Die Besucher sind Autofans, vom Kenner bis zum Laien, die einfach gerne mal laute Motoren hören und Zeit in Arosa verbringen wollen. Das Teilnehmerfeld ist auch sehr Abwechslungsreich: Man findet Fahrzeugjahrgänge von 1905 bis 1990. Die Anmeldungen nach den ausgeschriebenen Klassen (Competition-, Regularity- und Demonstrationsklasse) sind auch abhängig von den Lizenzgebühren von Auto Sport Schweiz.

Welchen Trend können Sie im Laufe der 15 Jahre ausmachen?
Markwalder: Die Anzahl der Teilnehmer und Besucher ist stetig gewachsen. Dies lässt sich sowohl auf infrastrukturelle Erweiterungen - wie die Vergrößerung der Fahrerlager - als auch das erweiterte Programm zurückzuführen. Ein Beispiel ist die Live-Bild-Übertragungen von der Strecke im Zielbereich.

Welche Strategie verfolgt die Tourismusregion?
Markwalder: Die Zuschauer, die Fahrer und die heimische Bevölkerung sind in den vielen Jahren zu einer großen Arosa ClassicCar Familie herangewachsen. Die Vorfreude auf das jährliche Wiedersehen ist enorm. Die hohe Servicequalität steht im Zentrum für die Organisation dieses nachhaltigen Events.
 
Welchen wirtschaftlichen Effekt bietet das Rennen für die Region?
Markwalder: Das historische Bergrennen ist das Event-Sommerhighlight. Es generiert eine hohe Wertschöpfung für die Region. Und auch das ist ein Grund, warum wir den großen Helferbedarf abdecken können.

Wie konstant sind Partnerschaften und Sponsoren?
Markwalder: Wir sind stets bemüht längerfristige Partnerschaften und Sponsoren-Vereinbarungen einzugehen. Wir schließen in der Regel Drei-Jahresverträge ab, die meist in diesem Zeitraum verlängert werden. Die Bedürfnisse unserer Partner sind uns wichtig und wir wollen immer eine Win-Win-Situationen schaffen. Aus Partnerschaften ergeben sich Freundschaften, die dadurch umso länger anhalten.